Öffnungszeiten
Heute geöffnet 10–17 Uhr
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Freund*innenschaft als Beziehung betont Gemeinsamkeiten. Sie betont Affinität – Wesensverwandtschaft, Ähnlichkeit und Anziehung – eine Triebkraft auf atomarem Level. Der aktuelle gesellschaftliche Diskurs dreht sich oft um das, was uns individualisiert, isoliert und als Menschen voneinander trennt. Freund*innenschaft ist eine Anregung, dieser Bewegung zu trotzen und den Beziehungen Raum zu geben, die wir im Alltag knüpfen: zu Nachbar*innen, Vereins- und Bandmitgliedern, Arbeitskolleg*innen, Schulkamerad*innen und Familienangehörigen. Freund*innenschaften wachsen genau inmitten dieser Beziehungen und lenken den Blick auf gemeinsam gelebte Erfahrung. Oft durchkreuzen sie dabei verfestigte Kategorien wie Alter, Geschlecht, Klasse, Religion und Geografie. Das bedeutet nicht, dass es keine Unterschiede zwischen Freund*innen gibt, sondern dass sie bewusst entscheiden, sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren. Was zieht uns zueinander hin? Was verbindet uns?
Bildende Künstler*innen beschäftigen sich mit Freund*innenschaft als Ort der Spannung, der Kraft und der Kreativität. Sie untersuchen auch die Machtverhältnisse und Konflikte, die mit zwischenmenschlichen Beziehungen einhergehen. Der Ausdruck ist oft spielerisch und humorvoll während im Zentrum existenzielle Fragen stehen – nach dem, was uns als Menschen und das soziale Netzwerk, in das wir eingebunden sind, ausmacht. In enger Zusammenarbeit mit den Künstler*innen entstehen Räume, in denen Besuchende Freund*innenschaft befragen, erfahren und auskosten können.