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km 500 3

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2009
des Landes Rheinland-Pfalz und
des Künstlerhauses Schloß Balmoral

20. November 2010 – 16. Januar 2011

Nicole Ahland
Brandstifter
Laura Bruce
Jane Cheadle
Jáchym Fleig
Björn Franke
Markus Kiefer
Levent Kunt

Brigitte Mahlknecht
Karolin Meunier
Ilka Meyer
Aurelia Mihai
Frédéric Sanchez
Kerstin Schroedinger
Lieke Snellen
 





km 500 geht in die dritte Runde

Vom 20. November 2010 bis zum 16. Januar 2011 präsentieren sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Landes Rheinland-Pfalz und des Künstlerhauses Schloß Balmoral des Jahrganges 2009 in der Kunsthalle Mainz. Die Ausstellung wird von Dr. Justus Jonas (Kunsthochschule Mainz) kuratiert.

Gezeigt werden rund 45 Einzelarbeiten und Werkkomplexe von 15 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Skulptur, Zeichnung, Malerei, Installation, Performance, Fotografie und Medienkunst. Sie sind größtenteils Ergebnis des letztjährigen Stipendienaufenthalts bzw. der unmittelbar daraus erwachsenen Erfahrungen und Auseinandersetzungen. Die diesmaligen Teilnehmer sind gebürtig aus Frankreich, Italien, Rumänien, Südafrika, den USA, der Türkei, den Niederlanden und der Bundesrepublik, sie leben heute in Berlin, London, Rotterdam, Lyon, Wien, Hamburg, Karlsruhe, Trier, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz.

Die Reihe km 500 versteht sich bewusst nicht als Themenausstellung, sondern versucht vielmehr, den individuellen künstlerischen Ansätzen ihrer Beteiligten Rechnung zu tragen.

Trotz der stilistischen und medialen Vielfalt, die in den 15 künstlerischen Positionen zum Ausdruck kommt, entwickeln sich zwischen den gezeigten Werken auch latente Bezüge, Affinitäten, Dialoge, die der – einzeln oder gemeinschaftlich – gewonnenen Erfahrung neuer Orte bzw. der Erkundung anderer Kulturkreise entsprungen ist.

Am Rheinkilometer 500 (dem Standort der Kunsthalle Mainz) werden diese nochmals gebündelt sichtbar gemacht.


Stipendiatinnen und Stipendiaten 2009

Laura Bruce, Jane Cheadle, Jáchym Fleig, Björn Franke,
Brigitte Mahlknecht, Frédéric Sanchez, Lieke Snellen
Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems, Aurelia Mihai

Projektstipendium

Brandstifter
Fluxus Factory, New York

Karolin Meunier
Chelsea University, London

Levent Kunt, Kerstin Schroedinger
Cité des Arts, Paris

Nicole Ahland
Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf

Ilka Meyer
Ecole Nationale Supérieure dÀrt, Dijon

Markus Kiefer
National Art Studio, Changdong / Goyand, Seoul


Nicole Ahland (*1970 in Trier). 1998 bis 1999 Studium an der Fachoberschule für Gestaltung in Mainz, anschließend von 1999 bis 2005 Fotografie an der Akademie für Bildende Künste Mainz. Sie lebt und arbeitet als Fotografin in Wiesbaden.

Brandstifter (*1968 in Bad Kreuznach). Der Autodidakt hat sich durch seine besondere Begabung in der Kunstszene behauptet und erhielt bereits ein Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, Nordrhein-Westfalen. Er lebt in Mainz und arbeitet im Bereich der Klang- und Aktionskunst.

Laura Bruce (*1959 in New Jersey/USA). Die inzwischen in Berlin lebende Künstlerin studierte von 1980 bis 1983 Malerei an der State University of New York at New Paltz. Ihren Meisterabschluss erhielt sie an der Slade School of Fine Art in London, wo sie von 1995 bis 1997 Bildhauerei studierte. In jüngster Zeit konzentriert sich ihre Arbeit auf großformatige Graphitzeichnungen von Waldlandschaften.

Jane Cheadle (*1979 in Johannesburg, Südafrika). Die Künstlerin studierte Geschichte und Philosophie an der Universität in Kapstadt, wo sie 2001 ihren BA in politischer Philosophie erwarb. Im Anschluss studierte sie bis zum MFA-Abschluss 2006 Kommunikation, Kunst und Design am Royal College of Art in London. Jane Cheadle arbeitet im Bereich Video- und Animationskunst in London.

Jáchym Fleig (*1970 in Villingen-Schwennigen). Der in Berlin, Trier und Liberec (Tschechische Republik) lebende und arbeitende Künstler absolvierte von 1990 bis 1993 eine Ausbildung zum Steinbildhauer, bevor er von 1995 bis 1997 ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und von 1997 bis 1998 an der Slade School of Fine Arts, London anschloss. Als Meisterschüler von Eberhard Bosslet schloss er an der Hochschule für bildende Künste Dresden ein Studium ab. Fleigs organisch wuchernde Objekte aus Polyurethan, Gips und anderen Materialien gehen häufig eine Symbiose mit Innen- oder Außenarchitektur ein.

Björn Franke (*1975 in Cuxhaven). Von 1999 bis 2003 studierte er Industrie-Design an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und schloss von 2004 bis 2006 das Studium Design Products am Royal College of Art London an. Björn Franke lebt in London, wo er als PhD Student in der Sparte Design Interactions promoviert. Seine wissenschaftlich-empirisch anmutenden Apparaturen und Illustrationen beschäftigen sich mit der Interaktion von Mensch und Maschine und der Frage neurophysiologischer Steuerungen.

Markus Kiefer (*1971 in Freiburg am Breisgau). Nach dem Diplom der Freien Bildenden Kunst (2002) schloss er an der Akademie für Bildende Künste Mainz sein Studium als Meisterschüler bei Harald Schleicher ab (2004). Kiefer arbeitet als Film- und Videokünstler in Karlsruhe.

Levent Kunt (*1978 in Ankara). Nach dem Studium im Jahr 1998 an der Hacettepe Üniversity, Sculpture Department, Ankara wechselte der Künstler ab 1999 an die Akademie für Bildende Künste Mainz zu Prof. Ansgar Nierhoff (Freie bildende Kunst). 2003 ging er an die Akademie der Künste in Wien, wo er 2006 sein Diplom bei Heimo Zobernig erhielt. Heute arbeitet er als Konzeptkünstler in Frankfurt am Main.

Brigitte Mahlknecht (*1966 in Bozen). Die in Wien ansässige Künstlerin studierte von 1985 bis 1990 an der dortigen Kunstakademie Wien. Nach dem Studium lebte sie unter anderem in New York, Berlin, Mexiko und Paris. Ihre chiffrenhaften Zeichnungen und Malereien handeln von imaginären Räumen und urbanen Landschaften, die wie aus der Vogelperspektive wahrgenommen zu sein scheinen.

Ilka Meyer (*1972 in Bremen). Ab 1996 studierte sie Malerei bei Prof. Friedemann Hahn an der Akademie für Bildende Künste Mainz und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1999 wechselte sie in die Klasse Bildhauerei/Installation bei Prof. Ullrich Hellmann. 2003 erhielt sie dort ihr Diplom der Freien Bildenden Künste (Bildhauerei). Von 2003 bis 2005 schloss sie ein Meisterschüler-Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig an. Sie arbeitet im Bereich Skulptur, Grafik und Installationskunst in Berlin.

Karolin Meunier (*1975 in Bonn). Sie studierte von 1996 bis 1998 Bildende Kunst und Literaturwissenschaften an der Universität Mainz. Ein weiterführendes Studium von 1998 bis 2005 an der Hochschule für Bildende Kunst und Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg schloss sie mit Diplom ab. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeit kreist häufig um die Selbstbefragung und das Verhältnis von Sprechen, Hören und Verstehen.

Aurelia Mihai (*1968 in Bukarest/Rumänien). Nach einem Studium an der Kunstakademie in Bukarest (1988 bis 1994) kam die Künstlerin 1994 nach Deutschland, wo sie von 1994 bis 1996 an der Kunstakademie Düsseldorf und anschließend bis 2002 an der Kunsthochschule für Medien in Köln studierte. Heute lebt und arbeitet sie in Hamburg. In ihren aufwändigen Filmprojekten geht sie häufig den Verhältnissen ihres Geburtslands Rumänien und den politischen Verhältnissen der kommunistischen Diktatur nach.

Kerstin Schroedinger (*1978 in Trier) studierte von 2001 bis 2007 Visuelle Kommunikation und Medienkunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, unterbrochen 2005 von einem Erasmus-Stipendium an der Wimbledon School of Art. Seit 2008 ist sie Doktorandin an der Bauhaus-Universität, Weimar. In ihren Filmen und Fotografien setzt sie sich meist mit städtischen Räumen auseinander.

Frédéric Sanchez (*1983 in Auxerres/Frankreich). 2008/2009 Postgrade, Ecole Nationale de Beaux-Arts Lyon. 2008 Diplôme national supérieur d'expression plastique (DNSEP), Ecole Nationale de Beaux-Arts Dijon. 2006 Diplôme national d'arts plastiques (DNAP), Ecole Nationale de Beaux-Arts Dijon. Der Künstler arbeitet auf dem Gebiet postminimalistischer Malerei- und Objektkunst in Dijon.

Lieke Snellen (*1980 in Oss/Niederlande) studierte an der AKV/St. Joost, Fine Arts in Den Bosch, bevor sie von 2005 bis 2007 ein Post Graduate Studium of Fine Art am Piet Zwart Instituut, Rotterdam absolvierte. Sie lebt und arbeitet in Rotterdam. Ihre „akrobatischen“ Objekte türmen Fundstücke und Gegenstände aus dem Alltag zu prekären Ensembles auf.

Publikation
Danièle Perrier, Künstlerhaus Schloß Balmoral (Hrsg.): Balmoral Hortus conclusus/apertus. Jahrbuch 2009/2010, Band 14, Teil I (ISBN: 978-3-941560-71-0). Das Jahrbuch enthält Kataloge aller in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler.

Ausstellung und Katalog werden ermöglicht durch
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz; Stiftung Kunsthalle Mainz; Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur; Künstlerhaus Schloß Balmoral; Kunsthochschule Mainz; Niederländisches Generalkonsulat, Düsseldorf

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